Weltnierentag am 15.05.2026

Rückblick auf die Veranstaltung im Pommerschen Landesmuseum Greifswald unter Schirmherrschaft von Frau Ministern Stefanie Drese.

Der Weltnierentag 2026 in Greifswald

Am 15. Mai 2026 fand in Greifswald der Weltnierentag statt. Der Nordverbund Niere „Save the Kidney” e. V. organisierte die Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Greifswald. Gesundheitsministerin Stefanie Drese unterstützte das Anliegen zum zweiten Mal als Schirmherrin.

Das Programm umfasste Kurzvorträge aus Forschung und Klinik zu Präventionsstrategien, diagnostischen Methoden und aktuellen Therapieansätzen. Ein Patient:innen-Panel bot Raum für Erfahrungsberichte und Einblicke in die Versorgungsrealität. Außerdem wurden geplante Präventionsprojekte für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Das Dialogforum ermöglichte den wissenschaftlichen und politischen Austausch zwischen Forschenden, Klinikpersonal, Studierenden der Medizin, Vertreter:innen aus Politik und Gesundheitswesen sowie interessierten Angehörigen der Öffentlichkeit.

Hintergrund

Chronische Nierenerkrankungen (CKD) zählen zu den relevantesten public-health-Herausforderungen in Deutschland. Derzeit sind mehr als 11 Prozent der Bevölkerung betroffen; die Prävalenz steigt kontinuierlich. Ein wesentliches Problem liegt in der langen asymptomatischen Phase der Erkrankung: Viele Patient:innen werden erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, wenn therapeutische Optionen bereits eingeschränkt sind. Für rund 75 Prozent der chronischen Nierenerkrankungen existieren derzeit keine kurativen Therapien; die Versorgung beschränkt sich auf Dialyse oder Nierentransplantation.

Ergebnisse und Ausblick

Die Veranstaltung schuf neue impulses für den Austausch zwischen Forschung und klinischer Versorgung im Bereich der Nephrologie. Durch die Beteiligung des Nordverbund Niere “Save the Kidney” e.V. wurde der Forschungsstandort Norddeutschland im Bereich der Nierengesundheit sichtbar gestärkt. Der Nordverbund Niere setzt auf dieser Grundlage die Arbeit an der Stärkung der Präventionskultur, dem Aufbau neuer Kooperationsstrukturen und der Förderung patientenorientierter Forschungsprojekte fort.